
Früh klären.
Verlässlich vernetzen.
Gemeinsam Schritte planen.
Die IPG Emmental unterstützt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Oberen Emmental, wenn psychische, soziale oder familiäre Belastungen unübersichtlich werden.
Wir helfen früh zu klären, was los ist, wer beteiligt werden sollte und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Dabei beziehen wir Eltern, Bezugspersonen, Schulen, Gemeinden, medizinische Grundversorgung und Fachstellen ein.
Die IPG Emmental ist niederschwellig, gemeindenah und koordinierend. Sie ersetzt keine bestehenden Angebote, sondern verbindet sie besser miteinander.
Was ist die IPG?

Die IPG Emmental ist eine Anlaufstelle für Menschen, die in einer belastenden Situation nicht mehr genau wissen, wohin sie sich wenden sollen.
Sie hilft Familien, Schulen, Gemeinden und Fachpersonen, den Überblick zurückzugewinnen, Rollen zu klären und passende Unterstützung zu verbinden.
Bestehende Angebote werden nicht ersetzt, sondern so miteinander verknüpft, dass die Hilfe im Alltag besser ankommt.
)(54).jpg)
Für wen ist die IPG da?
Im Zentrum der IPG Emmental stehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Oberen Emmental, die psychisch, sozial, familiär oder schulisch belastet sind.
Angesprochen sind auch Eltern, Bezugspersonen, Schulen, Gemeinden und Fachpersonen – etwa wenn sich ein Kind verändert, eine Lehrperson sich Sorgen macht, eine Gemeinde gute Lösungen vor Ort sucht oder mehrere Stellen eine Situation sorgfältig abstimmen möchten.
Wann kann ich mich bei der IPG melden?
Sie dürfen sich melden, wenn Sie in einer unserer Partnergemeinden wohnhaft sind, wenn eine Situation unübersichtlich wird oder wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Anliegen «gross genug» ist. Zum Beispiel, wenn ein Kind immer häufiger in der Schule fehlt, eine Jugendliche sich zurückzieht, Konflikte zu Hause nicht mehr zur Ruhe kommen oder mehrere Stellen beteiligt sind und niemand recht weiss, wer nun den nächsten Schritt macht.
Wie wir unterstützen
Manchmal ist nicht sofort klar, was ein Kind, eine Jugendliche, eine Familie oder eine Schule braucht. Die IPG Emmental hilft, die Situation zu verstehen, Beteiligte zusammenzubringen und ein sinnvolles Vorgehen zu finden.

Erste Orientierung
Wir hören zuerst zu. Gemeinsam klären wir, was bereits versucht wurde, was entlastet hat und wo es im Moment am meisten drückt. Daraus entsteht ein nächster Schritt, der realistisch ist und nicht zusätzlich überfordert.

Systemische Navigation
Wenn mehrere Personen oder Stellen beteiligt sind, schaffen wir Übersicht und koordinieren das weitere Vorgehen.

Beratung und Kurzintervention
Wir unterstützen rasch und lösungsorientiert – mit kleinen, konkreten Schritten. Das kann ein klärendes Gespräch sein, eine Entlastung im Schulalltag, eine bessere Abstimmung zwischen Familie und Fachstellen oder eine einfache Vereinbarung, damit alle wieder wissen, woran sie sind.

Vernetzung
Wir verbinden Familie, Schule, Gemeinde, medizinische Grundversorgung, Sozialdienste, Kindesschutz und weitere Stellen. Wichtig ist uns, dass niemand von Ort zu Ort geschickt wird, sondern dass Wege kürzer und Absprachen klarer werden.

Fachärztliche Ergänzung
Bei Bedarf kann kinder- und jugendpsychiatrische Expertise gezielt einbezogen werden.

Prävention und Weiterbildung
Wir bieten Fachinputs, Fallbesprechungen, Elternabende und Weiterbildungen für Schule, Gemeinde und Fachpersonen an.
)(56)_enhance.png)
Die IPG Emmental startet als Modellversuch in der Gemeinde Eggiwil. In der Pilotphase wird erprobt, wie eine gemeindenahe psychosoziale Versorgung im ländlichen Raum konkret funktionieren kann.
Die Erfahrungen werden ausgewertet und bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung der IPG Emmental und eine mögliche spätere Ausweitung auf weitere Gemeinden des Oberen Emmentals.